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Eurasburg knackt die 1800-Einwohner-Marke

2019 sind mehr Menschen zu- als weggezogen. Die Gemeinde profitiert von ihrer Attraktivität auch durch hohe Einnahmen aus der Einkommensteuer

Aktuell voll belegt ist die Kita in Eurasburg. Die Gemeinde plant nun einen Erweiterungsbau. Archivfoto: Silvia Reisländer

Keine Wünsche, keine Fragen, keine Anträge. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Eurasburg sind offenbar zufrieden mit der Arbeit von Bürgermeister und Gemeinderat. Zur Bürgerversammlung waren rund 100 Interessierte in die Sportgaststätte gekommen, um den Ausführungen von Bürgermeister Paul Reithmeir zu lauschen.

Im vergangenen Jahr wurde eine Marke geknackt, so Reithmeir. Die schuldenfreie Gemeinde Eurasburg hatte zum Jahresende 1804 Einwohner. 122 Personen zogen zu, 92 zogen weg. Das Plus von 28 Einwohnern reichte, um die 1800-Personen-Marke zu erreichen. Der Ausländeranteil liegt aktuell bei 7,04 Prozent (127 Menschen aus 34 Nationen).

Auch Eurasburg altert. 288 Menschen sind älter als 65 Jahre, 68 weitere sogar über 80 Jahre alt.

Die örtliche Kindertagesstätte (Kita) ist aktuell voll belegt. Mit einem Erweiterungsbau wird sich die Gemeinde für die Zukunft rüsten. Baubeginn ist noch heuer, so Reithmeir. Dort werden vier Krippenund vier Kindergartengruppen (einschließlich einer Integrationsgruppe für besonders betreuungsbedürftige Kinder) Platz finden.

Auch bei den Finanzen schaut es sehr gut aus, so Reithmeir. Zwar muss die Gemeinde einen deutlichen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen hinnehmen, steht aber weiterhin trotz erheblicher Investitionen schuldenfrei da. 980756 Euro nahm die Gemeinde aus der Gewerbesteuer vergangenes Jahr ein. Das bedeutet ein Minus von 54 Prozent.

Den Haupteinnahmeposten liefern deshalb wieder die Bürger. Aus deren Einkommenssteuer bekam die Gemeinde 1,309 Millionen Euro. Die Rücklagen der Kommune liegen bei 1,518 Millionen Euro.

Reithmeir resümierte über die Projekte der Wahlperiode, die im März endet. Reithmeir: „Realisiert wurden wichtige Projekte wie das Gemeinschaftshaus Freienried, Bauhofneubau, Baugebiete, Regenrückhaltemaßnahmen, Breitbandausbau, Feuerwehrhausumbau und Rathausneubau. Leider haben sich überraschend die Lechwerke aus dem Gemeindeprojekt Fernwärme aus der zentralen Hackschnitzelheizanlage zurückgezogen. Vor Weihnachten kam die Absage. Wir werden das Projekt trotzdem verwirklichen, auch wenn es jetzt zu Verzögerungen kommt.“

Friedberger Allgemeine, 10 Jan 2020, Manfred Sailer

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